• Dezember 15, 2025

Physischer Penetrationstest in Deutschland wird 2026 zu einer zentralen Sicherheitsmaßnahme, auf die Unternehmen zunehmend angewiesen sind. Während Cybersecurity in den letzten Jahren enorme Aufmerksamkeit bekommen hat, bleibt der physische Zugriff auf Gebäude, Büroräume, Produktionsstätten, Rechenzentren, Labore oder kritische Infrastruktur einer der einfachsten und effektivsten Wege für Angreifer.

Kriminelle, Industriespione, Extremisten und professionelle Social-Engineering-Teams nutzen physische Schwachstellen gezielt aus. In einer Welt, in der hybride Bedrohungen Normalität sind, reicht es nicht mehr, digitale Systeme zu schützen – Unternehmen müssen prüfen, ob ein Angreifer durch die Tür, über den Zaun, über Mitarbeiter oder über Störungen des Prozesses hineinkommen kann.

Dieser Artikel erklärt, warum physische Penetrationstests 2026 unverzichtbar sind, welche Bedrohungen typisch sind, welche Methoden professionelle Testteams verwenden, welche Fehler Unternehmen vermeiden müssen und wie die Deutsche Akademie für Krisenmanagement Organisationen beim Aufbau sicherer Strukturen unterstützt.


1. Warum physische Penetrationstests 2026 so wichtig sind

1.1 Hybride Bedrohungen steigen rasant

Angriffe verlaufen zunehmend gemischt:

  • digitale Vorbereitung
  • physische Ausführung
  • Manipulation menschlicher Faktoren
  • anschließende Cyberausnutzung
1.2 Professionalisierung der Täter

Moderne Angreifer nutzen:

  • Social Engineering
  • gefälschte Ausweise
  • Drohnen
  • Zugang über Lieferketten
  • Insiderunterstützung
1.3 Viele Unternehmen überschätzen ihre Zutrittskontrollen

Beliebte Aussagen, die sich als falsch herausstellen:

  • „Unsere Sicherheitsleute kennen jeden Mitarbeiter.“
  • „Ohne Ausweis kommt hier niemand rein.“
  • „Unsere Türen sind sicher.“
  • „Das würde sofort auffallen.“

Penetrationstests beweisen regelmäßig das Gegenteil.

1.4 Rechtliche und regulatorische Anforderungen steigen

Vor allem relevant für:

  • KRITIS-Unternehmen
  • Energieversorger
  • Logistik & Transport
  • Finanzindustrie
  • chemische Industrie
  • Gesundheitswesen
1.5 Risiken entstehen nicht nur durch organisierte Kriminalität

Auch folgende Tätergruppen greifen vermehrt an:

  • Aktivisten
  • neugierige Hobby-Angreifer
  • unzufriedene Mitarbeitende
  • Standortfotografen
  • externe Dienstleister

2. Welche Angriffe physische Penetrationstests simulieren

2.1 Zutrittsversuche durch Social Engineering

Typische Rollen:

  • Paketbote
  • Techniker
  • Reinigungsfirma
  • IT-Support
  • Besucher eines Meetings
2.2 Tailgating / Piggybacking

Der Klassiker:
Angreifer geht einfach mit einer Gruppe hinein.

2.3 Angriff auf Zutrittssysteme

Methoden:

  • RFID-Cloning
  • NFC-Emulation
  • Zugang mit gestohlenen Ausweisen
  • Fehler in Schließsystemen
2.4 Angriff auf physische Barrieren

Beispiele:

  • Überklettern
  • Aufhebeln
  • ungesicherte Nebeneingänge
  • schlecht geschützte Servicetüren
2.5 Manipulation von Besuchermanagement

Oft reicht:

  • ein falsch ausgefülltes Formular
  • eine gefälschte E-Mail
  • ein überzeugendes Auftreten
2.6 Test von Alarm- & Überwachungssystemen

Schwachstellen:

  • tote Winkel
  • fehlerhafte Sensoren
  • schlecht positionierte Kameras
2.7 Zugriff auf kritische Bereiche

Unter anderem:

  • Serverräume
  • Labore
  • Produktionssteuerung
  • Archivräume
  • HR-Bereiche
  • Vorstandsetagen
2.8 Dokumenten- und Informationssicherung

Penetrationstester prüfen:

  • offene Dokumente
  • ungesicherte Ausdrucke
  • ungeschredderte Akten
  • Notizzettel mit Passwörtern

3. Die größten Schwachstellen, die in Deutschland 2026 gefunden werden

3.1 Unzureichende Sensibilisierung von Mitarbeitenden

Die häufigste Ursache:

  • Mitarbeitende lassen Angreifer rein
  • geben Auskünfte
  • helfen vermeintlich „freundlichen“ Personen
3.2 Intransparente oder veraltete Zutrittssysteme

Viele Organisationen nutzen:

  • veraltete Schließkarten
  • unzureichende Berechtigungsmodelle
  • fehlende Audit-Funktionen
3.3 Mangelhafte Besucherkontrolle

Probleme häufig:

  • Besucher erhalten generellen Zugang
  • keine Begleitung
  • falsche Ausweispflicht
3.4 Externe Dienstleister sind ein Einfallstor

Angreifer imitieren:

  • Reinigungskräfte
  • Handwerker
  • IT-Support
  • Catering
3.5 Fehlende Kontrolle von Nebeneingängen

Viele erfolgreiche Angriffe passieren in:

  • Raucherzonen
  • Lieferzoneneingängen
  • Tiefgaragen
  • Kantinenzugängen
3.6 Fehlende Reaktion im Fall eines Vorfalls

Unternehmen erkennen oft nicht, dass sie kompromittiert wurden.


4. Wie physische Penetrationstests ablaufen

4.1 Phase 1 – Information Gathering

OSINT, Beobachtung, Social Engineering Vorbereitung.

4.2 Phase 2 – Planung des Angriffs

Angriffspfade werden entworfen.

4.3 Phase 3 – Durchführung

Simulation realer Angreifer:

  • Zutrittsversuche
  • Barrieren überwinden
  • Mitarbeitende testen
  • Dokumente sichern
  • Systeme prüfen
4.4 Phase 4 – Dokumentation

Alle Schritte werden dokumentiert.

4.5 Phase 5 – Präsentation der Ergebnisse

Bericht enthält:

  • Schwachstellen
  • Risikoanalyse
  • Fotos
  • Empfehlungen
4.6 Phase 6 – Maßnahmenplan

Umsetzung konkreter Schutzmaßnahmen.


5. Vorteile eines professionellen physischen Penetrationstests

5.1 Realistische Sicherheitsbewertung

Keine Theorie – echte Ergebnisse.

5.2 Erkennen unentdeckter Risiken

Viele Schwachstellen werden intern nie bemerkt.

5.3 Stärkung von Resilienz & Krisenmanagement

Physische Tests sind Teil:

  • der operativen Sicherheit
  • der Informationssicherheit
  • des Krisenmanagements
5.4 Schutz vor Industriespionage

Deutschland bleibt ein Kernziel internationaler Spionage.

5.5 Trainingseffekt für Mitarbeitende

Das Bewusstsein steigt spürbar.


6. Was Unternehmen bei Penetrationstests 2026 beachten müssen

6.1 Rechtliche Rahmenbedingungen

Tests müssen:

  • angekündigt / genehmigt sein
  • DSGVO-konform sein
  • dokumentiert werden
6.2 Klare Grenzen definieren

Beispiele:

  • keine Brandgefahren
  • keine Gewaltanwendung
  • kein Eindringen in private Bereiche
6.3 Zusammenarbeit mit internen Sicherheitsverantwortlichen

Transparenz ist entscheidend.

6.4 Nachbereitung professionell durchführen

Ein Test ist nur wertvoll, wenn Maßnahmen folgen.


7. Physische Penetrationstests und ihre Rolle im Sicherheitskonzept

7.1 Bestandteil einer Zero-Trust-Strategie

„Vertraue niemandem, überprüfe alles.“

7.2 Ergänzung zu Cyber Penetration Tests

Beide Bereiche greifen ineinander.

7.3 Verbindung zu Informationssicherheit & Datenschutz

Viele Datenschutzverletzungen starten physisch.

7.4 Teil der Resilienzstrategie

Unternehmen werden widerstandsfähiger.


8. Unterstützung durch die Deutsche Akademie für Krisenmanagement

8.1 Inhouse-Trainings zu physischer Sicherheit & Social Engineering
8.2 Workshops zu Penetrationstests & operativer Sicherheit
8.3 Audits & Standortsicherheitsbewertungen
8.4 Coaching für Sicherheits- und Krisenführungskräfte
8.5 Zertifizierungen für physische Sicherheitsstrukturen

Fazit

Ein physischer Penetrationstest in Deutschland wird 2026 für Unternehmen unverzichtbar. Hybride Angriffe, Social Engineering, organisierte Kriminalität und geopolitische Bedrohungen erfordern realistische Tests, um Schwachstellen zu erkennen, bevor echte Angreifer sie ausnutzen. Unternehmen, die ihre Resilienz ernst nehmen, führen regelmäßige physische Penetrationstests durch – so wie sie auch Cybertests durchführen.

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