Über den Kurs

Business Continuity Management nach BSI-Standard 200-4 ist der umfassendste deutschsprachige Selbstlernkurs zum neuen BCM-Standard des BSI – und der Flaggschiff-Zertifikatslehrgang der Deutschen Akademie für Krisenmanagement. In zehn Modulen mit 30 Lektionen bauen Sie ein Business Continuity Management System vollständig auf: von den Begriffen und dem Stufenmodell über Business-Impact-Analyse, Risikoanalyse und Kontinuitätsstrategien bis zu Notfallhandbuch, Übungen und der Steuerung von Dienstleistern. Jede Lektion arbeitet mit ausformulierten Praxisbeispielen und eigens erstellten Schaubildern; ein durchgängiges Fallbeispiel – die fiktive Rheinwerk Maschinenbau GmbH – zeigt jeden Schritt im echten Unternehmensalltag.

Kursüberblick

Modul 1 legt das Fundament: Warum BCM, der regulatorische Rahmen (NIS2, KRITIS, DORA, DSGVO) und die entscheidende Abgrenzung von Störung, Notfall und Krise. Modul 2 erklärt das BCMS mit seinen Bausteinen, dem PDCA-Zyklus und dem Stufenmodell aus Reaktiv-, Aufbau- und Standard-BCMS. Modul 3 behandelt die Initiierung: Verantwortung der Leitung, BCM-Leitlinie, Rollen von BCB und BC-Koordinatoren. Modul 4 baut die Besondere Aufbauorganisation auf – Krisenstab, Meldewege, Alarmierung und der komplette Ablauf der Bewältigung. Die Module 5 bis 7 bilden den analytischen Kern: Business-Impact-Analyse mit MTA, WAZ und Notbetriebsniveau, Soll-Ist-Vergleich und BCM-Risikoanalyse sowie Business-Continuity-Strategien für alle Ressourcenkategorien. Modul 8 macht daraus Dokumente: Notfallvorsorgekonzept, Notfallhandbuch mit GFP, WAP und WHP sowie Krisenkommunikation. Modul 9 widmet sich dem Üben und Testen, Modul 10 der Leistungsüberprüfung, kontinuierlichen Verbesserung und dem BCM in Outsourcing und Lieferketten.

Ihr Abschluss

Nach jedem Modul sichert ein Wissens-Check mit zehn Fragen Ihren Lernfortschritt. Den Abschluss bildet eine Prüfung mit 30 Fragen aus allen Modulen (45 Minuten, Bestehensgrenze 75 %, drei Versuche). Nach Bestehen erhalten Sie das Zertifikat der Deutschen Akademie für Krisenmanagement zum Lehrgang „Business Continuity Management nach BSI-Standard 200-4“.

Für wen dieser Kurs gedacht ist

Für angehende und aktive Business-Continuity-Beauftragte, Informationssicherheits- und Notfallverantwortliche, IT-Grundschutz-Praktiker, Führungskräfte mit Verantwortung für Betriebskontinuität – und für alle, die den BSI-Standard 200-4 nicht nur kennen, sondern anwenden wollen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; der Kurs führt vom Fundament bis zur Umsetzungsreife.

Hinweis zur Einordnung

Dieser Lehrgang ist ein Angebot der Deutschen Akademie für Krisenmanagement auf Basis des öffentlich verfügbaren BSI-Standards 200-4. Er ist keine Personenzertifizierung des BSI; die kostenlosen Hilfsmittel des BSI (Vorlagen, Anforderungskatalog, BIA-Auswertungsbogen) werden im Kurs vorgestellt und verlinkt.

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Was werde ich lernen?

  • Ein BCMS nach BSI-Standard 200-4 eigenständig aufbauen und betreiben
  • Business-Impact-Analyse durchführen: MTA, WAZ, Notbetriebsniveau und Ressourcenzuordnung
  • Krisenstab, Meldewege und Alarmierung aufbauen und befähigen
  • Notfallvorsorgekonzept und Notfallhandbuch mit GFP, WAP und WHP erstellen
  • BC-Strategien je Ressourcenkategorie bewerten und zur Entscheidung bringen
  • Übungen planen, durchführen und auswerten
  • Dienstleister und Lieferketten BCM-konform steuern
  • Das BCMS mit Kennzahlen, Audits und Managementbewertung weiterentwickeln

Kursinhalt

Modul 1 — Warum Business Continuity? Grundlagen, Begriffe und der BSI-Standard 200-4
Was Business Continuity Management leistet, warum der Gesetzgeber es zunehmend verlangt und wie der BSI-Standard 200-4 in die Normen- und Standardwelt passt. Dazu das begriffliche Fundament: Störung, Notfall, Krise – und warum diese Unterscheidung über Ihre gesamte Notfallorganisation entscheidet.

  • Lektion 1.1 — Warum Business Continuity? Der Ernstfall ist keine Frage des Ob
  • Lektion 1.2 — Der BSI-Standard 200-4: Herkunft, Standardfamilie und die ISO-Welt
  • Lektion 1.3 — Störung, Notfall, Krise: Begriffe, die über Ihre Reaktion entscheiden
  • Wissens-Check Modul 1 — Grundlagen, Begriffe und Einordnung

Modul 2 — Das BCMS verstehen: Bausteine, PDCA und das Stufenmodell
Woraus ein Business Continuity Management System besteht, wie es als lernender Kreislauf funktioniert – und wie Sie mit den drei Ausbaustufen Reaktiv-, Aufbau- und Standard-BCMS den für Ihre Institution passenden Einstieg wählen.

Modul 3 — Initiierung: Leitung in der Pflicht, Leitlinie und BCM-Organisation
Jedes BCMS beginnt oben: Was die Institutionsleitung festlegen und verantworten muss, wie eine tragfähige BCM-Leitlinie entsteht und welche Rollen – vom Business-Continuity-Beauftragten bis zu den BC-Koordinatoren – das System im Alltag tragen.

Modul 4 — Die Besondere Aufbauorganisation: Krisenstab, Alarmierung und der Ablauf der Bewältigung
Wie eine Institution vom Tagesgeschäft in den Bewältigungsmodus umschaltet: Aufbau und Befähigung der BAO, Meldewege und Alarmierung, die zentrale Entscheidungsinstanz – und der komplette Ablauf einer Notfallbewältigung von den Sofortmaßnahmen bis zur Rückkehr in den Normalbetrieb.

Modul 5 — Die Business-Impact-Analyse: das Herzstück des BCM
Die BIA beantwortet die wichtigste Frage des BCM: Welche Geschäftsprozesse sind zeitkritisch – und was brauchen sie zum Überleben? Von den Vorarbeiten über Schadensanalyse, MTA und Wiederanlaufzeit bis zur Ressourcenzuordnung, Schritt für Schritt am durchgängigen Praxisbeispiel.

Modul 6 — Soll-Ist-Vergleich und BCM-Risikoanalyse
Zwei Analysen, die aus den BIA-Ergebnissen Handlungsbedarf machen: Der Soll-Ist-Vergleich deckt die Lücke zwischen geforderten und tatsächlich erreichbaren Wiederanlaufzeiten auf, die BCM-Risikoanalyse untersucht, wodurch zeitkritische Ressourcen ausfallen können – und wie die Institutionsleitung über die Behandlung der Risiken entscheidet.

Modul 7 — Business-Continuity-Strategien und -Lösungen
Wie aus Analyseergebnissen belastbare Vorsorge wird: die Methodik der Strategieentwicklung und -bewertung – und die konkreten Kontinuitätsoptionen je Ressourcenkategorie, von Vertretungsregelungen und Ausweicharbeitsplätzen über redundante IT bis zu Zweitlieferanten und Ersatzteilhaltung.

Modul 8 — Notfallvorsorgekonzept, Notfallhandbuch und Krisenkommunikation
Die Dokumentationsarchitektur des BCM: das Notfallvorsorgekonzept als präventives Ergebnisdokument, das Notfallhandbuch mit Geschäftsfortführungs-, Wiederanlauf- und Wiederherstellungsplänen als Arbeitswerkzeug der BAO – und die Krisenkommunikation, die im Ernstfall über Vertrauen oder Vertrauensverlust entscheidet.

Modul 9 — Üben und Testen: vom Papier zur belastbaren Fähigkeit
Pläne sind Hypothesen, bis sie geübt wurden. Die Übungsarten von der Planbesprechung bis zur Vollübung, der mehrjährige Übungsplan, das Übungskonzept mit Szenario und Drehbuch – und wie aus Übungsauswertungen echte Verbesserungen werden. Mit komplettem Praxisbeispiel einer Tabletop-Übung.

Modul 10 — Leistungsüberprüfung, Verbesserung und BCM in Outsourcing und Lieferketten
Wie ein BCMS erwachsen wird: Kennzahlen, interne Audits und Managementbewertung als Instrumente der Erfolgskontrolle, der Weg der kontinuierlichen Verbesserung – und das eigene Kapitel des Standards für zeitkritische Dienstleister und Lieferketten, von den Grundanforderungen bis zur Exit-Strategie.

Abschlussprüfung — Business Continuity Management nach BSI-Standard 200-4
Die Zertifikatsprüfung zum Kurs: 30 Fragen aus allen zehn Modulen, 45 Minuten Bearbeitungszeit, Bestehensgrenze 75 %. Drei Versuche. Nach Bestehen erhalten Sie Ihr Zertifikat der Deutschen Akademie für Krisenmanagement.

Bewertungen und Rezensionen von Teilnehmern

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