Die Mini-BIA aus unserem Einsteigerkurs reicht für das eigene Notfallhandbuch – nicht aber für ein Lieferantenaudit, einen Kundenvertrag oder eine ISO-22301-Zertifizierung. Dieser Fortgeschrittenen-Kurs vermittelt die vollständige Business Impact Analyse nach ISO/TS 22317: von der Projektplanung über standardisierte Datenerhebung an mehreren Standorten bis zur quantitativen Impact-Eskalationskurve, aus der Sie MTPD, RTO und RPO ableiten. Sie lernen die vierte, oft vergessene Kennzahl MBCO kennen, bauen eine standortübergreifende Abhängigkeitsanalyse auf und konsolidieren die Ergebnisse zu einem validierten Unternehmensbild. Durchgehendes Praxisbeispiel: FORTIS Präzisionstechnik GmbH, ein Automobilzulieferer mit drei Werken, der erstmals eine vollständige BIA durchführt.
Kursüberblick
- Format: Online, selbstständig im eigenen Tempo (On-Demand)
- Gesamtdauer: ca. 9 Stunden, 5 Module mit je 3 Lektionen
- 5 Modultests (je 10 Fragen) + Abschlussprüfung (20 Fragen)
- Bestehensgrenze: jeweils 60 Prozent – Zertifikat nach bestandener Abschlussprüfung
- Empfehlung: Grundkenntnisse im Risikomanagement (z. B. aus B04-RIS)
Kursinhalte im Überblick
Modul 1 – Der BIA-Prozess nach ISO/TS 22317: sechs Schritte
Vom Projektauftrag über die Priorisierung kritischer Aktivitäten und die Ressourcenidentifikation bis zur Management-Freigabe: der vollständige BIA-Prozess nach ISO/TS 22317 – und wie er die Fakten liefert, auf denen die spätere Business-Continuity-Strategie aufbaut. Auslöser bei FORTIS: das Lieferantenaudit von AutoWerke AG.
Modul 2 – Der Methodenmix: von drei Quellen zur Priorität
Interviews für die Tiefe bei Schlüsselprozessen, Workshops für den abteilungsübergreifenden Abgleich, Fragebögen für die Vergleichbarkeit über Standorte hinweg. Der komplette Methodenmix, standardisiert über mehrere Werke angewendet – am Beispiel von zwölf Interviews und Workshops in Bielefeld, Chemnitz und Kraków.
Modul 3 – Die Impact-Eskalationskurve über fünf Zeitbänder
Finanzielle, betriebliche, reputative, rechtliche und vertragliche Auswirkungen über fünf Zeitbänder verfolgt – und daraus MTPD, RTO und RPO sowie die oft vergessene vierte Kennzahl MBCO quantitativ abgeleitet, statt grob geschätzt.
Modul 4 – Standortübergreifende Abhängigkeitskarte
Wie Abhängigkeiten zwischen Standorten und dem zentralen ERP-System einen Single Point of Failure erzeugen können – und wie ein Ausfall an einem Werk über Kaskadeneffekte die Wiederherstellungszeit an einem ganz anderen Standort bestimmt.
Modul 5 – Konsolidieren, validieren, übergeben
Werksberichte aus allen Standorten zu einer validierten, unternehmensweiten Prioritätenliste konsolidiert, durch die Geschäftsführung freigegeben – und als belastbare Grundlage an die Business-Continuity-Strategie (P01-BCM) übergeben.
Für wen ist dieser Kurs?
- Risk- und Business-Continuity-Manager
- Qualitäts- und Prozessverantwortliche in produzierenden Unternehmen
- Fach- und Führungskräfte, die eine BIA vorbereiten oder begleiten
- Berater und Auditoren im Bereich Business Continuity Management
So funktioniert es
Nach dem Kauf erhalten Sie sofort Zugang zum Kursbereich und lernen vollständig im eigenen Tempo – am Desktop, Tablet oder Smartphone. Jedes Modul schließt mit einem Wissens-Check (10 Fragen), der Kurs mit einer Abschlussprüfung (20 Fragen). Ab 60 Prozent richtigen Antworten erhalten Sie Ihr Zertifikat als PDF – ideal auch als Nachweis für Kunden, Auditoren und Zertifizierungsstellen.





